Was ist ein Bauträger?
Ein Bauträger ist ein Unternehmen, das auf einem eigenen Grundstück Häuser oder Wohnungen baut und sie samt Grundstück an Käufer verkauft. Sie erwerben also Grundstück und Gebäude aus einer Hand.
Weil ein Grundstück mitverkauft wird, muss der Bauträgervertrag notariell beurkundet werden. Bezahlt wird nicht auf einmal, sondern nach Baufortschritt in höchstens sieben Raten. Das regelt die Makler- und Bauträgerverordnung (§ 3 MaBV). Bevor die erste Rate fällig wird, müssen bestimmte Sicherheiten vorliegen, unter anderem eine Auflassungsvormerkung zu Ihren Gunsten. Hat die Bank des Bauträgers eine Grundschuld auf dem ganzen Grundstück (Globalbelastung), braucht es zusätzlich deren Freistellungserklärung: Sie sichert zu, dass Ihre Einheit von dieser Belastung frei wird.
Was bedeutet das für Sie? Anders als beim Bau auf eigenem Grundstück tragen Sie weniger Organisationsaufwand, haben aber weniger Einfluss auf Planung und Handwerker. Die Grunderwerbsteuer fällt beim Bauträgerkauf in der Regel auf den gesamten Preis an, also auf Grundstück und Gebäude.
Für die Finanzierung heißt das: Die Bank zahlt Ihr Darlehen in Teilbeträgen passend zu den Raten aus. Für noch nicht abgerufene Beträge können Bereitstellungszinsen anfallen. Ich stimme den Zahlungsplan des Bauträgers mit Ihrer Finanzierung ab. Den Vertrag selbst sollten Sie vom Notar erläutern oder von einer Rechtsanwältin bzw. einem Rechtsanwalt prüfen lassen.
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Rechtsberatung; verbindliche Auskünfte geben Ihnen Ihr Notar oder eine Rechtsanwältin bzw. ein Rechtsanwalt.

