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Was ist ein Disagio?

Ein Disagio, auch Damnum genannt, ist ein Abschlag bei der Auszahlung eines Darlehens: Die Bank zahlt Ihnen weniger aus, als Sie später zurückzahlen. Im Gegenzug ist der vereinbarte Sollzins niedriger.

Wirtschaftlich ist das Disagio eine Art vorausbezahlter Zins. Angegeben wird es oft über den Auszahlungskurs: Bei einem Auszahlungskurs von 97 Prozent beträgt das Disagio 3 Prozent.

Beispiel: Sie vereinbaren ein Darlehen über 200.000 Euro mit 3 Prozent Disagio. Ausgezahlt werden 194.000 Euro, zurückzahlen müssen Sie 200.000 Euro. Die fehlenden 6.000 Euro müssen Sie aus Eigenkapital oder über einen höheren Darlehensbetrag ausgleichen (Zahlen frei gewählt).

Was bedeutet das für Sie? Ein Disagio senkt die laufende Rate, verlangt aber mehr Geld am Anfang. Ob es sich rechnet, zeigt der Vergleich der effektiven Jahreszinsen, denn das Disagio ist im Effektivzins enthalten. Für selbst genutzte Immobilien ist es heute eher selten.

Bei vermieteten Immobilien kann ein Disagio unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich eine Rolle spielen. Ob und wie das in Ihrem Fall gilt, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater. Ich rechne Ihnen gern Varianten mit und ohne Disagio gegeneinander.

Mehr dazu:

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Steuerberatung; verbindliche Auskünfte geben Ihnen Ihre Steuerberaterin oder Ihr Steuerberater bzw. das Finanzamt.

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