Was sind Auszahlungsvoraussetzungen?
Auszahlungsvoraussetzungen sind die Bedingungen im Darlehensvertrag, die erfüllt sein müssen, bevor die Bank Ihr Darlehen ganz oder in Teilen auszahlt. Die Auszahlung selbst heißt im Bankdeutsch auch Valutierung.
Typische Voraussetzungen sind:
- der unterschriebene Darlehensvertrag und der notarielle Kaufvertrag,
- die Grundschuld für die Bank, eingetragen oder durch den Notar abgesichert, an der vereinbarten Rangstelle,
- beim Kauf die Fälligkeitsmitteilung des Notars,
- der Nachweis, dass Ihr Eigenkapital eingesetzt ist,
- beim Bau Nachweise zum Baufortschritt, etwa Rechnungen oder ein Bautenstandsbericht,
- je nach Bank eine Wohngebäudeversicherung.
Was bedeutet das für Sie? Fehlt eine Unterlage, verzögert sich die Auszahlung. Das kann teuer werden: Der Verkäufer kann bei verspäteter Zahlung Verzugszinsen verlangen, und für nicht abgerufene Beträge können Bereitstellungszinsen anfallen.
Lesen Sie deshalb die Auszahlungsvoraussetzungen schon vor der Unterschrift genau und legen Sie die Unterlagen früh bereit. Ich behalte die Liste gemeinsam mit Ihnen im Blick und stimme mich mit der finanzierenden Bank ab, damit das Geld rechtzeitig fließt. Wechseln Sie mit einem bestehenden Darlehen zu einer neuen Bank, klären die Banken Auszahlung und Ablösung untereinander, auch über ihre eigenen Notare. Nur selten müssen Sie dafür selbst zum Notar.
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr, ersetzt keine individuelle Beratung.

