Was sind Geldbeschaffungskosten?
Geldbeschaffungskosten sind die Kosten, die Ihnen entstehen, um ein Darlehen zu bekommen und abzusichern, abgesehen von den laufenden Zinsen. Der Begriff stammt aus dem Steuerrecht, wird aber auch allgemein für die Finanzierungsnebenkosten verwendet.
Dazu können gehören:
- Notar- und Grundbuchkosten für die Grundschuld, nicht aber die Kosten für den Kaufvertrag,
- ein Disagio,
- Schätzkosten für die Wertermittlung,
- Bereitstellungszinsen,
- Gebühren für eine Bürgschaft oder die Abschlussgebühr eines Bausparvertrags, der zur Finanzierung gehört.
Was bedeutet das für Sie? Für Ihre Finanzierung zählen diese Kosten zum Gesamtaufwand. Planen Sie sie im Finanzierungsplan ein, meist aus Eigenkapital. Beim Vergleich von Angeboten hilft der effektive Jahreszins, auch wenn er nicht alle diese Kosten enthält; Notarkosten etwa sind nicht darin enthalten.
Steuerlich kommt es auf die Nutzung an. Bei einer vermieteten Immobilie können Geldbeschaffungskosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar sein. Beim selbst genutzten Eigenheim wirken sie sich steuerlich in der Regel nicht aus. Was in Ihrem Fall gilt, besonders beim Disagio und beim Zeitpunkt des Abzugs, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung oder dem Finanzamt. Ich stelle Ihnen alle Kosten der Finanzierung übersichtlich zusammen.
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Steuerberatung; verbindliche Auskünfte geben Ihnen Ihre Steuerberatung oder das Finanzamt.

