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Was sind Schuldzinsen?

Schuldzinsen, auch Darlehenszinsen genannt, sind die Zinsen, die Sie für ein Darlehen an die Bank zahlen, also der Preis für das geliehene Geld. Bei einem Baudarlehen sind sie der Zinsanteil Ihrer Rate.

Wie viel Sie insgesamt an Zinsen zahlen, hängt vor allem von drei Dingen ab: vom Darlehensbetrag, vom Sollzins und davon, wie schnell Sie tilgen. Weil die Zinsen auf die jeweils offene Restschuld berechnet werden, sinken sie bei einem Annuitätendarlehen von Jahr zu Jahr. Eine höhere Tilgung oder Sondertilgungen können die Zinskosten über die gesamte Laufzeit deutlich verringern.

Steuerlich kommt es auf die Nutzung an:

  • Selbst genutzte Immobilie: Die Schuldzinsen sind in der Regel nicht absetzbar.
  • Vermietete Immobilie: Schuldzinsen können als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar sein (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG). Voraussetzung ist, dass das Darlehen der vermieteten Immobilie zuzuordnen ist.

Was bedeutet das für Sie? Für Ihre Planung zählt nicht nur die monatliche Rate, sondern auch, wie viel Zinsen Sie über die Jahre insgesamt zahlen. Der Tilgungsplan zeigt Ihnen das. Bei gemischt genutzten Häusern, etwa mit vermieteter Einliegerwohnung, sollten die Darlehen von Anfang an sauber zugeordnet werden. Wie das geht, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung. Ich rechne mit Ihnen Varianten mit unterschiedlicher Tilgung durch, damit Sie die Zinskosten vergleichen können.

Mehr dazu:

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Steuerberatung; verbindliche Auskünfte geben Ihnen Ihre Steuerberatung oder das Finanzamt.

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