Was sind Zusatzsicherheiten?
Zusatzsicherheiten sind Sicherheiten, die eine Bank neben der Grundschuld auf der finanzierten Immobilie verlangt oder akzeptiert. Sie kommen ins Spiel, wenn die Immobilie allein nicht genug Sicherheit bietet, etwa bei wenig Eigenkapital, einem hohen Beleihungsauslauf oder einem Objekt, das schwer zu bewerten ist.
Mögliche Zusatzsicherheiten sind:
- eine Grundschuld auf einer weiteren Immobilie, zum Beispiel auf dem Haus der Eltern,
- die Abtretung eines Bausparguthabens oder der Ansprüche aus einer Lebensversicherung,
- die Verpfändung eines Wertpapierdepots oder Sparguthabens,
- eine Bürgschaft, etwa von Angehörigen,
- die Abtretung von Lohn- und Gehaltsansprüchen, die manche Banken in ihre Bedingungen aufnehmen.
Was bedeutet das für Sie? Zusatzsicherheiten können eine Finanzierung möglich machen oder die Bedingungen verbessern. Sie haben aber ihren Preis: Verpfändetes Vermögen steht Ihnen nicht mehr frei zur Verfügung, und wer mit seiner Immobilie oder einer Bürgschaft hilft, geht selbst ein Risiko ein. Gerade wenn Eltern oder andere Angehörige einspringen, sollte allen Beteiligten klar sein, was im Ernstfall passiert. Lassen Sie sich dazu von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten.
Wichtig ist auch, wann eine Zusatzsicherheit wieder freigegeben wird, zum Beispiel wenn die Restschuld unter einen bestimmten Betrag sinkt. Das sollte im Vertrag stehen. Ich achte im Vergleich darauf, welche Bank mit welchen Sicherheiten auskommt.
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Rechtsberatung; verbindliche Auskünfte gibt Ihnen eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt.

